21. Dezember 2018

Aus der Kammerarbeit

Innovation Center 2.0 – Wohlfühlatmosphäre am Arbeitsplatz

Brandenburgs „Baukulturpreis 2017“ zeichnete das Gebäude “Innovation Center 2.0“ von SAP aus und im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Baukultur vor Ort“ lud das Land Brandenburg, vertreten durch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, zusammen mit unserer Brandenburgischen Ingenieurkammer und der Brandenburgischen Architektenkammer zum diesjährigen fünften Gespräch nach Potsdam in das ausgezeichnete Gebäude ein.

Die Veranstaltung fand am 13. November dieses Jahres vor Ort an den späten Nachmittagsstunden statt. Das allseits transparente Gebäude erschien und wirkte in seiner Gesamtheit auf mich und bestimmt auch alle weiteren Veranstaltungsteilnehmern in seiner besonderen Weise, modern ja futuristisch einladend und zugleich Neugierde weckend, was wird uns bei der Besichtigung des Gebäudes alles Besondere begegnen. Nach der Begrüßung unter Mitwirkung des verantwortlichen Objektplaner, den Architekten vom SCOPE Architekten GmbH aus Stuttgart, erfolgte ein umfassender Gebäuderundgang.

Es war schon sehr interessant nicht nur zu sehen sondern auch das Gebäude mit seiner inneren Struktur der Materialität und der Idee der zukunftsweisenden Forschung auf sich wirken zu lassen. Das „Innovation Center 2.0“ der SAP forscht für die Bereiche künstliche Intelligenz. Die Arbeitssituationen sind großzügig und strukturiert, das Gebäude ermöglicht aber auch eine Variabilität zur räumlichen Unterteilung für kleinere Arbeitsgruppen bis hin zu individuellen Denkstuben.

Blicke aus großen Fensterfronten mit vorgelagerten Balkonen zusammen mit großzügigen offenen Nebenflächen inklusive Serviceausstattung mit Kaffee- und Teeautomaten, gemütlichen Schaukelsitzen lassen ein hohes Maß an “Wohlfühlen am Arbeitsplatz“ erkennen.

Der anschließende Vortrag und die Diskussionsrunde veranlasste mich die tragenden Veranstalter und auch die vortragenden Architekten nach den weiteren Beteiligten speziell der Gruppe von Fachingenieuren, Beratern, Gutachtern, und Sachverständigen zu fragen. Die Auskünfte waren nicht sehr umfänglich und aus meiner Sicht für eine Gemeinschaftsveranstaltung der Ingenieur- und Architektenkammer unausgewogen.

Da ich diese öffentliche Kritik bereits auf der Veranstaltung Baukultur vor Ort bei der Vorstellung des „Wissenschafts- und Restaurierungszentrum Potsdam“ der Stiftung preußische Schlösser und Gärten hervorbrachte und auch an die Vielzahl der Ingenieurbeteiligten erinnerte – ein Bauwerk ist eine Teamarbeit und nicht das Werk einer einzelnen Berufsgruppe, versicherte der moderationsleitende Architekturkritiker Dr. Jürgen Tietz, dass das Signal aus der Berufsgruppe der Ingenieure klar erkannt wurde und er für zukünftigen Veranstaltungen eine Ausgewogenheit anstreben wird. Warten wir es ab - prüfen konsequent die zugesagte Verbesserung bei den nächsten Gesprächen „Baukultur vor Ort“.

Ich möchte daher alle unsere Ingenieurinnen und Ingenieure ermutigen und aufrufen, unseren wichtigen Berufsstand und unsere Tätigkeiten bei der Realisierung von kleinen bis zu großen Bauvorhaben auch in der Öffentlichkeit zu verdeutlichen. Nur so können wir unser Berufsbild öffentlich bekannt halten und unseren wichtigen Nachwuchs für unseren Beruf begeistern.

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